Kaum eine Prüfung betrifft so viele Autofahrerinnen und Autofahrer so regelmäßig wie die Hauptuntersuchung — umgangssprachlich schlicht „der TÜV". Alle 24 Monate (bei Neuwagen erstmals nach 36 Monaten) muss Ihr Fahrzeug zur gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsprüfung nach § 29 StVZO. Wer die Frist verpasst, riskiert ein Verwarnungsgeld; wer mit erheblichen Mängeln unterwegs ist, gefährdet sich und andere. Trotzdem ist die HU für viele eine Blackbox: Was wird eigentlich geprüft? Was kostet sie? Und was passiert, wenn der Prüfer einen Mangel findet?
Diese Themenwelt beantwortet alle Fragen rund um HU und AU an einem Ort — von den Fristen über die Kosten bis zu den Mängelklassen. Geschrieben hat sie das Team des Ingenieurbüros Hombruch, der offiziellen TÜV NORD Station in Dortmund-Hombruch. Wir führen die Hauptuntersuchung täglich durch, kennen die typischen Stolperfallen aus der Praxis und erklären sie hier so, wie wir es auch an der Prüfstelle tun: ehrlich und ohne Fachchinesisch. Vertiefende Artikel zu jedem Teilthema finden Sie weiter unten verlinkt.
Was ist die Hauptuntersuchung — und warum gibt es sie?
Die Hauptuntersuchung ist die regelmäßige technische Überprüfung aller zulassungspflichtigen Fahrzeuge in Deutschland. Ihre rechtliche Grundlage ist § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Geprüft wird, ob Ihr Fahrzeug verkehrssicher und umweltverträglich ist: Bremsen, Lenkung, Fahrwerk, Beleuchtung, Reifen, Karosserie, elektronische Sicherheitssysteme und vieles mehr. Die Abgasuntersuchung (AU) ist dabei heute fester Bestandteil der HU — sie kontrolliert, ob das Abgasverhalten Ihres Fahrzeugs den Vorgaben entspricht.
Durchführen darf die HU nur ein amtlich anerkannter Prüfingenieur oder Sachverständiger einer Prüforganisation. Bei uns in Dortmund-Hombruch prüft ein amtlich anerkannter Prüfingenieur, anerkannt durch die TÜV NORD Mobilität GmbH & Co. KG — die Plakette, die Sie bei uns erhalten, ist bundesweit gültig. Wichtig zu wissen: Der Prüfingenieur repariert nichts und verkauft nichts. Er stellt neutral fest, in welchem Zustand Ihr Fahrzeug ist. Genau diese Unabhängigkeit ist der Kern der Hauptuntersuchung.
Der Sinn dahinter ist einfach: Technische Mängel entwickeln sich schleichend. Bremsleitungen korrodieren, Stoßdämpfer verlieren Wirkung, Bremsscheiben verschleißen — oft, ohne dass Sie es im Alltag bemerken. Die regelmäßige, unabhängige Prüfung sorgt dafür, dass solche Mängel entdeckt werden, bevor sie zur Gefahr werden.
Fristen und Intervalle: Wann ist Ihr Fahrzeug fällig?
Für Pkw gilt die einfache Grundregel: Neuwagen müssen erstmals nach 36 Monaten zur Hauptuntersuchung, danach alle 24 Monate. Auch Motorräder werden im Zwei-Jahres-Rhythmus geprüft. Bei Wohnmobilen hängt das Intervall von Gewicht und Fahrzeugalter ab — schwerere und ältere Reisemobile müssen teils jährlich vorgeführt werden. Die Details dazu erklärt unser Wohnmobil-Artikel in dieser Themenwelt.
Wann Ihre nächste HU fällig ist, lesen Sie direkt an Ihrem Fahrzeug ab: Die Prüfplakette auf dem hinteren Kennzeichen zeigt Monat und Jahr der nächsten Untersuchung. Die Zahl oben in der Mitte (auf 12-Uhr-Position) nennt den Fälligkeitsmonat, die Zahl im Zentrum das Jahr. Zusätzlich steht der Termin in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I. Die Plakettenfarbe wechselt jährlich in einem festen Rhythmus — wie Sie die Farben lesen, zeigt unser Plaketten-Artikel.
Unser Rat aus der Praxis: Warten Sie nicht bis zum letzten Tag des Fälligkeitsmonats. Wer die HU einige Wochen vorher erledigt, hat bei einem eventuellen Mangel genug Luft für Reparatur und Nachprüfung — ganz ohne Termindruck. Ein Nachteil entsteht Ihnen dadurch nicht: Die neue Plakette gilt ab dem Prüfdatum wieder volle 24 Monate.
TÜV abgelaufen: Diese Folgen drohen
Ist die HU-Frist überschritten, drohen gestaffelte Sanktionen: Bei einer Überziehung von mehr als zwei Monaten werden 15 Euro fällig, bei mehr als vier Monaten 25 Euro. Wer die Frist um mehr als acht Monate überzieht, zahlt 60 Euro und erhält zusätzlich einen Punkt in Flensburg. Diese Werte gelten für Pkw — kontrolliert wird das Ganze bei jeder Verkehrskontrolle, denn die Plakette ist von außen sichtbar.
Ein hartnäckiger Mythos hält sich seit Jahren: die „Rückdatierung" der Plakette. Tatsächlich gibt es die Rückdatierung seit 2012 nicht mehr. Die neue Plakette gilt immer ab dem tatsächlichen Prüfdatum für volle 24 Monate — Sie „verlieren" durch eine verspätete HU also keine Plakettenlaufzeit mehr. Was allerdings bleibt: Bei einer Überziehung von mehr als zwei Monaten ist eine erweiterte Hauptuntersuchung vorgeschrieben, bei der der Prüfingenieur das Fahrzeug vertieft untersucht und die Prüforganisationen einen Aufpreis berechnen.
Auch versicherungsrechtlich ist eine deutlich überzogene HU kein Kavaliersdelikt: Kommt es zu einem Unfall und war ein technischer Mangel mitursächlich, kann es Diskussionen mit der Versicherung geben. Unser Tipp: Wenn die Frist bereits überschritten ist, fahren Sie nicht monatelang weiter, sondern kommen Sie zeitnah zur Prüfung — bei uns geht das ohne Termin.
So läuft die Hauptuntersuchung ab
Die HU dauert bei uns in der Regel rund 30 Minuten. Sie fahren Ihr Fahrzeug vor, übergeben den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) und können während der Prüfung bequem warten. Der Prüfingenieur arbeitet einen amtlichen Prüfkatalog ab: Identifizierung des Fahrzeugs, Bremsen auf dem Prüfstand, Beleuchtung und Elektrik, Lenkung und Achsaufhängung, Reifen und Räder, Sicht- und Unterbodenprüfung, Karosserie sowie die Funktion sicherheitsrelevanter Systeme.
Die Abgasuntersuchung ist Teil der HU: Hier werden je nach Fahrzeug die Abgaswerte am Endrohr gemessen und die On-Board-Diagnose ausgelesen. Haben Sie an Ihrem Fahrzeug Teile nachgerüstet — etwa Felgen, Fahrwerk oder eine Anhängerkupplung — bringen Sie bitte die zugehörigen Nachweise (ABE, Teilegutachten oder Eintragung) mit. Fehlen die Papiere für eine eintragungspflichtige Änderung, kann das die Plakette kosten.
Am Ende erhalten Sie den Untersuchungsbericht und — bei bestandener Prüfung — sofort Ihre neue Plakette. Bei uns gehört dazu immer eine verständliche Erklärung: Wir gehen den Bericht mit Ihnen durch und sagen Ihnen ehrlich, was in Ordnung ist und worauf Sie in den nächsten zwei Jahren achten sollten.
Was kostet die Hauptuntersuchung?
Bei uns gelten transparente Festpreise ohne versteckte Kosten: Die Hauptuntersuchung für Pkw kostet 110 Euro, zusammen mit der Abgasuntersuchung 169,90 Euro. Für Motorräder (Krad) kosten HU und AU zusammen 99 Euro. Preise für weitere Fahrzeugklassen wie Wohnmobile oder Transporter nennen wir Ihnen gerne auf Anfrage — eine Übersicht finden Sie auf unserer Preisseite.
Zwei Kostenpunkte sollten Sie zusätzlich einplanen: Fällt die HU wegen erheblicher Mängel durch, kommt nach der Reparatur eine Nachprüfung hinzu — sie ist deutlich günstiger als die volle HU, kostet aber extra. Und wer die HU-Frist um mehr als zwei Monate überzieht, zahlt für die dann vorgeschriebene erweiterte HU einen Aufpreis. Beides lässt sich leicht vermeiden: rechtzeitig kommen und das Fahrzeug vorher kurz durchchecken. Eine detaillierte Aufschlüsselung aller Preise finden Sie in unserem Kosten-Artikel in dieser Themenwelt.
Mängelklassen: geringe, erhebliche und gefährliche Mängel
Findet der Prüfingenieur etwas, wird der Mangel einer Klasse zugeordnet — und davon hängt ab, wie es weitergeht. Bei geringen Mängeln (zum Beispiel eine defekte Kennzeichenbeleuchtung) erhalten Sie die Plakette trotzdem. Sie sind aber verpflichtet, den Mangel unverzüglich beheben zu lassen; eine Nachprüfung ist nicht nötig.
Bei erheblichen Mängeln — etwa stark verschlissenen Bremsen oder durchgerosteten tragenden Teilen — gibt es zunächst keine Plakette. Sie lassen den Mangel beheben und kommen innerhalb eines Monats zur Nachprüfung, bei der gezielt die beanstandeten Punkte kontrolliert werden. Verstreicht die Monatsfrist, wird eine komplette neue Hauptuntersuchung fällig. Bei gefährlichen Mängeln oder einem verkehrsunsicheren Fahrzeug ist die Lage ernster: Hier darf das Fahrzeug nicht mehr ohne Weiteres im Straßenverkehr bewegt werden.
Wichtig: Ein Mangelbericht ist keine Schikane, sondern eine ehrliche Zustandsbeschreibung Ihres Fahrzeugs. Wir erklären Ihnen jeden Punkt verständlich und sagen Ihnen, was wirklich dringend ist. Die ausführliche Erklärung aller Mängelklassen mit Beispielen finden Sie im verlinkten Mängel-Artikel.
Gut vorbereitet: So bestehen Sie beim ersten Anlauf
Ein großer Teil der Beanstandungen bei der HU betrifft Kleinigkeiten, die Sie selbst vorab prüfen können: Funktionieren alle Lichter — auch Bremslicht, Blinker und Kennzeichenbeleuchtung? Sind die Reifen ausreichend profiliert und unbeschädigt? Sind Warndreieck, Warnweste und Verbandkasten an Bord und ist der Verbandkasten nicht abgelaufen? Ist die Frontscheibe im Sichtfeld frei von Rissen? Funktionieren Hupe, Scheibenwischer und Waschanlage?
Auch ein Blick auf die Warnleuchten im Cockpit lohnt sich: Leuchtet dauerhaft eine Airbag-, ABS- oder Motorkontrollleuchte, ist das bei der HU regelmäßig ein Problem — lassen Sie die Ursache vorher in einer Werkstatt klären. Unsere komplette Schritt-für-Schritt-Checkliste zum Abhaken finden Sie im HU-Checklisten-Artikel dieser Themenwelt. Zehn Minuten Vorbereitung ersparen im Zweifel eine Nachprüfung samt zweitem Anlauf.
Wohnmobil, Motorrad & Co.: Besonderheiten je Fahrzeugart
Nicht jedes Fahrzeug wird gleich geprüft. Bei Wohnmobilen gelten je nach zulässiger Gesamtmasse und Fahrzeugalter kürzere Prüfintervalle, und die Prüfung selbst umfasst zusätzliche Punkte wie die fest verbaute Ausstattung. Bei Motorrädern spielen Themen wie die Reifenfabrikatsbindung eine Rolle: Bei manchen Maschinen sind nur bestimmte Reifenfabrikate dokumentiert — was bei der HU relevant werden kann. Beide Themen behandeln wir in eigenen Artikeln dieser Themenwelt.
Bei uns in Hombruch prüfen wir alle gängigen Fahrzeugklassen: Pkw, Transporter, Motorräder und Wohnmobile. Wenn Sie unsicher sind, welche Regeln für Ihr Fahrzeug gelten oder welche Unterlagen Sie mitbringen müssen, rufen Sie uns einfach vorher kurz an — das erspart doppelte Wege.
Nach der HU: Plakette, Bericht und die nächsten zwei Jahre
Mit bestandener Prüfung erhalten Sie zwei Dinge: die Plakette auf dem hinteren Kennzeichen und den Untersuchungsbericht. Den Bericht sollten Sie gut aufbewahren — mindestens bis zur nächsten Hauptuntersuchung. Er dokumentiert den geprüften Zustand Ihres Fahrzeugs und ist auch beim späteren Verkauf ein nützlicher Nachweis: Ein Fahrzeug mit frischer HU und sauberem Bericht verkauft sich erfahrungsgemäß leichter und besser.
Wurden geringe Mängel festgestellt, gilt: unverzüglich beheben lassen, auch wenn die Plakette bereits klebt — bei der nächsten Prüfung oder einer Verkehrskontrolle fällt ein verschleppter Mangel sonst doppelt auf. Und werfen Sie ruhig einen Blick auf die Hinweise im Bericht: Dort vermerkt der Prüfingenieur auch Verschleißpunkte, die noch kein Mangel sind, sich aber in den nächsten zwei Jahren entwickeln können. Was nach einer bestandenen HU sonst noch sinnvoll ist, fasst unser Artikel „HU bestanden — was nun?" zusammen.
HU in Dortmund-Hombruch: ohne Termin, Plakette sofort
Als offizielle TÜV NORD Station an der Jagdhausstraße 6 in Dortmund-Hombruch machen wir die Hauptuntersuchung so unkompliziert wie möglich: Sie brauchen keinen Termin — kommen Sie einfach vorbei, auch samstags von 9 bis 13 Uhr. Wer mag, bucht online oder meldet sich kurz per Telefon oder WhatsApp an. Die Prüfung dauert in der Regel rund 30 Minuten, und bei bestandener HU bekommen Sie Plakette und Bericht sofort mit.
Geprüft wird bei uns von einem amtlich anerkannten Prüfingenieur nach § 29 StVZO — gründlich, neutral und mit einer Erklärung, die Sie auch ohne Technikstudium verstehen. Dass dieser Ansatz ankommt, zeigen die Bewertungen unserer Kundinnen und Kunden: 5,0 Sterne bei über 100 Google-Rezensionen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch — mit oder ohne Termin.